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Die passende Wallbox: Alles Wichtige zur Auswahl & Voraussetzungen

Inhaltsverzeichnis:

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, wie genial es wäre, Ihr eigenes Elektroauto mit dem Strom aus Ihrer eigenen Solaranlage zu versorgen? Ja, Sie haben richtig gehört. Es ist möglich und sogar sinnvoll, Ihren eigenen Solarstrom mit der Elektromobilität zu verbinden. Aber warum eigentlich?

Wenn Sie eine Wallbox haben, die Ihr Auto mit der eigenen Sonnenenergie versorgt, dann können Sie damit Ihren Eigenverbrauch an Solarstrom deutlich erhöhen. Anstatt den überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen, nutzen Sie ihn, um Ihr Auto zu laden. Das ist wie ein persönliches Tankstellennetz in Ihrer Garage! Durch das Laden Ihres E-Autos mit Solarstrom sparen Sie Geld, da Sie weniger Strom aus dem Netz beziehen müssen und weniger überschüssigen Strom (gegen eine mittlerweile sehr geringe Vergütung) ins Netz einspeisen.

Tipp: Klicken Sie hier, wenn Sie mehr über die Kosten einer Wallbox erfahren möchten.

Was sind nun genau die Aufgaben der Wallbox?

  1. Zuallererst geht es um Sicherheit. "Reicht nicht auch eine Haushaltssteckdose?", könnten Sie fragen. Nun, auf den ersten Blick scheint eine Haushaltssteckdose auszureichen, aber sie ist nicht auf Dauer für hohe Ströme ausgelegt. Hohe Ströme bedeuten hohe Leistung und im schlimmsten Fall könnte es bei schlechter Absicherung, besonders in älteren Häusern, zu Bränden kommen. Unvorstellbar, nicht wahr? Bei einer Wallbox wird die Elektrik vorher vom Fachmann geprüft. Das gibt Ihnen Sicherheit. 
  2. Und dann ist da noch die Effizienz. Eine Wallbox lädt Ihr Auto schneller und sogar effizienter auf (im Vergleich zur Haushaltssteckdose). Wie ist das möglich? Die Grundlast, die Ihr Auto beim Laden erzeugt, bleibt in beiden Fällen gleich hoch. Wenn Sie aber über die Wallbox laden, ist die Ladeleistung deutlich höher und die Grundlast damit im Verhältnis geringer.
  3. Kommunikation mit dem Fahrzeug: Aber eine Wallbox ist nicht nur ein effizienter und sicherer Ladepunkt. Sie kommuniziert auch mit Ihrem Auto und teilt ihm mit, was es braucht.
  4. Kommunikation mit Ihnen: Gleichzeitig liefern viele Wallboxen Daten zur Überwachung auf Ihre App, so dass Sie über Ladestand, Leistung usw. informiert sind.

Lassen Sie uns in diesem Artikel tief in diese Themen eintauchen, all Ihre Fragen beantworten und Ihnen dabei helfen, die beste Lösung für Ihre Photovoltaik und Elektromobilitätsbedürfnisse zu finden. Bleiben Sie dran!

Funktionen der Wallbox

1. Welche Wallbox ist die richtige für mich?

Welche Unterschiede gibt es bei Wallboxen? Welche Gründe sprechen für eine bestimmte Wallbox? Hier vorab eine Übersicht über die möglichen Anwendungen.

Wallbox Typ / Anwendung Beschreibung
Einfache Wallbox Für ein Auto ohne spezielle Steuerungsanforderungen. 
Intelligente "smarte" Wallbox Sie bietet Steuerungsmöglichkeiten über eine Smartphone-App oder eine Schnittstelle zum Hausenergiemanagement-System. Ideal für diejenigen, die mehr über den Ladevorgang wissen möchten oder Geschäftswagen und Privat trennen möchten.
Wallbox für bis zu drei Autos Sie können bis zu drei Fahrzeuge gleichzeitig laden, entweder mit einer Wallbox mit zwei Buchsen oder mit bis zu drei Wallboxen an einem Hausanschluss.
Wallbox mit PV-Überschussladen Sie nutzt überschüssigen Solarstrom zum Laden Ihres Autos. Sensoren messen, ob Solarstrom eingespeist wird, und die Ladestation schaltet sich automatisch ein, wenn dies der Fall ist.
Mobile Ladelösung Eine mobile Ladelösung ermöglicht das Laden des Autos an verschiedenen Orten, z.B. an Drehstromsteckdosen CEE oder mit einem Schukoadapter.
Wallboxen für mehrere Ladeplätze Ideal für größere Installationen mit mehr als drei Wallboxen, beispielsweise auf Firmenparkplätzen, in Mehrfamilienhäusern oder Tiefgaragen.

Schauen wir uns die Varianten etwas genauer an.

1.1. Die einfache Wallbox für ein Auto

Wenn Sie ein Auto gleichzeitig laden möchten und keine spezielle Steuerung benötigen, könnte eine einfache Wallbox wie die Heidelberg Home Eco die richtige Wahl sein. Diese Wallboxen sind im Grunde eine Art aufgemotzte Steckdose und bieten dabei mehr Sicherheit und Leistung (Standard 11 kW), welche zum Laden Ihres Fahrzeugs benötigt werden.

1.2. Die intelligente 'smarte' Wallbox - Firmenwagen & Privat

Für diejenigen unter Ihnen, die ein bisschen mehr Kontrolle und Informationen über den Ladevorgang wünschen, gibt es smarte Wallboxen. Diese bieten Steuerungsmöglichkeiten über eine Smartphone-App oder eine Schnittstelle zum Hausenergiemanagement-System. Sie können den Ladevorgang planen, zum Beispiel nachts, falls dann der Strom in Ihrem Tarif günstiger ist. Und wenn Sie mehrere Fahrzeuge haben, können Sie mehrere Wallboxen zusammenschalten, um die Leistung aufzuteilen.

Zudem ist eine optimierte Nutzung des Solarstroms möglich, und Sie können Privat- und Firmenwagen trennen sowie eine Auswertung in der Cloud vornehmen.

1.3. Mehrere Autos mit einer Wallbox laden

Wenn Sie mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden müssen, könnte eine Wallbox mit zwei Buchsen oder mehrere Wallboxen an einem Hausanschluss (z.B. für Doppelgaragen) eine geeignete Option sein. Normalerweise können an einem Hausanschluss in dieser Art bis zu 3 Wallboxen (also Ladepunkte für max. drei Fahrzeuge) angeschlossen werden.

Was bedeutet Lastmanagement?
Ein Lastmanagementsystem sorgt dafür, dass der verfügbare Strom gleichmäßig an mehrere Ladestationen verteilt wird, ohne dass es zu einer Überlastung kommt. Es gibt sowohl statisches als auch dynamisches Lastmanagement.
Bei statischem Lastmanagement wird eine festgelegte Gesamtleistung auf mehrere Wallboxen verteilt
Beim dynamischen Lastmanagement wird der Gesamtverbrauch des Hauses oder der Wohnanlage gemessen wird und bei niedrigem Verbrauch mehr Energie zum Aufladen der Autos zur Verfügung steht. Besonders praktisch ist das nachts, wenn viel Strompotenzial zur Verfügung steht. Manche Wallboxen haben ein integriertes Lastmanagementsystem, achten Sie also beim Kauf darauf, ob das für Sie relevant ist.

1.4. Wallbox mit PV-Überschussladen

Unsere gesuchte Möglichkeit für die Optimierung der PV-Anlage ist nun aber eine Wallbox mit Photovoltaik-Überschussladefunktion. Hier messen Sensoren, ob Solarstrom eingespeist wird.

  • Wird Solarstrom eingespeist, schaltet sich die Ladestation automatisch an und nutzt den Überschussstrom zum Laden Ihres Autos. Sie können die Allbox programmieren, um einzustellen mit welchem Strommix geladen werden soll (z.B. nur mit Solarstrom, einem Strommix, oder wenn Sie den Wagen in Kürze benötigen einfachen mit voller Leistung unter Mitverwendung des Netzstroms).

Alternativ eine Wallbox auch mit zusätzlichen Komponenten aufrüsten, um dieses intelligente Steuern des Solarstrom zu ermöglichen. Der sogenannte "Solarmanager" ermöglicht diese Ansteuerung beispielsweise. Dieses Gerät wird an den Wechselrichter angeschlossen und ermöglicht dann sogar die Umschaltung zwischen 1-phasigem und 3-phasigem Überschussladen.

1.4.1. Wallbox und Bidirektionales Laden: Was bedeutet das?

Ein Elektroauto sogar als zusätzlicher Energiespeicher fungieren, indem es überschüssigen Strom, etwa aus einer Photovoltaik-Anlage, speichert und bei Bedarf wieder abgibt. Dieser Prozess wird als "bidirektionales Laden" bezeichnet und kann zur Energieversorgung des Haushalts oder sogar des öffentlichen Stromnetzes beitragen (siehe https://link.springer.com/article/10.1007/s35148-022-1515-y) .

Bidirektionales Laden

Wichtig: Es gibt erhebliche technische Unterschiede zwischen verschiedenen E-Auto-Modellen, die Hausanschlüsse und Wallboxen berücksichtigen müssen. Außerdem ist unklar, wie sich das bidirektionale Laden auf die Garantie der Autobatterie auswirkt, da die Batterie dabei häufiger geladen und entladen wird - dies sollte bestenfalls im Vorfeld mit dem Händler oder Hersteller geklärt werden.

Hier einige weitere wichtige Punkte, die es bei diesem Thema zu beachten gibt:

  1. Bidirektionales Laden: Beim bidirektionalen Laden kann Strom aus dem Netz in die Batterie des Autos fließen und anschließend wieder aus ihr heraus, zurück ins Netz. Dies erfordert spezielle Technologie in der Wallbox und im Auto, einschließlich Gleich- und Wechselrichtern, die den Strom je nach Bedarf umwandeln können.

  2. Verschiedene Arten des bidirektionalen Ladens: Es gibt drei Arten des bidirektionalen Ladens:

    1. Vehicle-to-Load (V2L), bei dem das Auto als mobile Energiequelle für andere Geräte dient

    2. Vehicle-to-Home (V2H), bei dem das Auto überschüssige Energie in das Hausnetz einspeist. 

    3. Vehicle-to-Grid (V2G), bei dem das Auto Energie ins allgemeine Stromnetz einspeist

  3. Technische Normen: Es existieren bereits Normen für das bidirektionale Laden (z.B. ISO 15118-20), welche die Kommunikation zwischen E-Auto und Wallbox regeln. Hersteller von Wallboxen und E-Autos sind nun gefordert, Produkte zu entwickeln, die diesen Normen entsprechen.

  4. Intelligentes Energiemanagement: Für das bidirektionale Laden ist ein intelligentes Energiemanagement im Eigenheim notwendig. Dieses System muss den Stromverbrauch des Haushalts, die Energieproduktion der PV-Anlage und den Ladestand des Autos überwachen und steuern können.

1.5. Mobile Ladelösung

Vielleicht benötigen Sie auch eine mobile Ladelösung wie z.B. den JuiceBooster. Damit können Sie Ihr Auto auch unterwegs an Drehstromsteckdosen CEE oder mit einem Schukoadapter laden. Der Vorteil dieses System ist, dass die zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen im System integriert sind und Sie diese sozusagen mittransportieren. Ein Kabelbrand an einer zu schlecht abgesicherten Steckdose aus dem Altbau ist damit ausgeschlossen.

Wenn Sie zuhause sind können solche Systeme wieder als feste Wallbox in ein dafür vorgesehenes Gehäuse gesetzt werden.

1.6. Mehrere Ladeplätze für Firmenparkplätze, Mehrfamilienhäuser, Tiefgaragen usw.

Für größere Installationen mit mehr als drei Wallboxen, beispielsweise auf Firmenparkplätzen, in Mehrfamilienhäusern oder Tiefgaragen, könnte ein System wie das des Herstellers chargeX die Lösung sein. In jedem Fall wird hier mehr Leistung benötigt, um die angeschlossenen Fahrzeuge mit Strom zu versorgen. 

2. Voraussetzungen für die Installation der Wallbox

Hier möchten wir uns einige Voraussetzungen ansehen, welche speziell bei den kleineren, privaten Anwendungen einer Wallbox in einem Einfamilienhaus oder Doppelhaus wichtig sind. Bevor Sie loslegen, hier also einige Punkte, die Sie beachten sollten, erst einmal als tabellarische Übersicht und anschließend gehen wir auf die Punkte einzeln ein:

Voraussetzung Was ist zu tun Ansprechpartner
Fester Stellplatz (Garage oder Carport) Geeigneten Platz für die Wallbox finden und prüfen, ob Kabelverlegung mit sinnvollem Aufwand möglich ist. Eigentümer, Handwerker
Kabelverlegung Prüfen, ob die notwendige Infrastruktur vorhanden ist und ob zusätzliche Erd- und Pflasterarbeiten nötig sind. Elektriker kontaktieren, um die Machbarkeit zu prüfen, Verteilerkasten zu begutachten und Wallbox anzuschließen. Elektriker, Handwerker
Wallbox in Mehrfamilienhäusern Genehmigung von der Eigentümergemeinschaft bzw. vom Vermieter einholen. Erklären, was geplant ist. Eigentümergemeinschaft, Vermieter
Anmeldung / Beantragung Wallbox beim Stromnetzbetreiber anmelden bzw. Genehmigung einholen. Auflagen bzgl. Steuerung des Ladens prüfen. Elektriker, Stromnetzbetreiber

2.1. Der ideale Standort: Ein fester Stellplatz

Zuallererst brauchen Sie natürlich einen festen Stellplatz für Ihr Elektroauto. Idealerweise ist das eine Garage oder ein Carport, der direkt an Ihr Haus angrenzt. Denn dann lassen sich die nötigen Leitungen meist recht einfach verlegen. Wenn Ihr Stellplatz getrennt von Ihrem Haus liegt, wird es etwas aufwendiger: Erd- und Pflasterarbeiten könnten nötig sein, um die Kabel zu verlegen.

Haben Sie keine Hauswand oder Garagenwand zur Verfügung, auf der Sie die Wallbox montieren können, benötigen Sie eine sogenannte Metallstele. Das ist eine Art Metallpfosten, an dem die Ladestation befestigt wird. Bedenken Sie, dass diese zusätzliche Anschaffung Ihre Kosten etwas erhöhen wird.

2.2. Kabelverlegung & Anschluss: Ist das bei Ihnen möglich?

Als nächstes sollten Sie überprüfen, ob die Verlegung der Kabel für die Wallbox mit einem sinnvollen Aufwand möglich ist. Hier kann es helfen, einen Fachmann zurate zu ziehen. Der kennt sich aus und kann Ihnen sagen, was in Ihrem speziellen Fall zu tun ist. Zu den Aufgaben gehört:

  1. Erstbewertung: Ein Elektrofachmann prüft die Kapazität Ihres Stromnetzes und stellt sicher, dass es den zusätzlichen Lasten, die durch das Laden eines Elektroautos entstehen, standhalten kann. Der Profi kann Ihnen sagen, ob Ihr Verteilerkasten genügend Platz bietet für eine dreiphasige Sicherung und einen FI-Schalter, die für die Installation der Wallbox nötig sind.

  2. Planung des Kabelweges: Man bestimmt den besten Weg für das Kabel von Ihrem Sicherungskasten zur Wallbox. Hierbei ist zu beachten, dass die Kabel möglicherweise durch Wände, Decken oder Böden geführt werden müssen.

  3. Bauarbeiten: Abhängig vom geplanten Kabelweg könnten kleinere Bauarbeiten notwendig sein, wie das Bohren von Löchern in Wänden oder Decken, um das Kabel zu verlegen. Bei längeren Strecken (z.B. zur Garage) oder schwierigen Kabelwegen könnten auch Erdarbeiten, Pflasterarbeiten oder das Durchtrennen von Beton erforderlich sein.

  4. Installation der Kabel: Die eigentliche Verlegung und Befestigung der Kabel. Hierbei ist zu beachten, dass die Kabel ordnungsgemäß isoliert und gesichert sind, um die Sicherheit zu gewährleisten und das Risiko von Stromschlägen oder Bränden zu minimieren.

  5. Anschluss der Wallbox: Sobald das Kabel verlegt ist, muss die Wallbox an das Kabel angeschlossen und geerdet werden. Diese Arbeit sollte immer von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden.

  6. Abschließende Überprüfung: Nach der Installation sollte der Elektriker eine abschließende Überprüfung durchführen, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert und sicher ist.

2.3. Wallboxen in Mehrfamilienhäusern: Erlaubt oder nicht?

Nun fragen Sie sich vielleicht: Darf ich als Eigentümer oder Mieter in einem Mehrfamilienhaus überhaupt eine Wallbox installieren? Die gute Nachricht ist: Ja, das dürfen Sie in der Regel.

  • Als Eigentümer sollten Sie das Thema allerdings in einer Eigentümerversammlung ansprechen und den anderen Eigentümern erklären, was Sie vorhaben.
  • Als Mieter benötigen Sie die Genehmigung Ihres Vermieters. Dieser darf die Installation einer Wallbox grundsätzlich nicht verweigern, hat aber ein Mitspracherecht bei der Umsetzung.

2.4. Anmeldung und Genehmigung

Jetzt kommen wir zu den formalen Aspekten.

  • Eine Wallbox mit bis zu 11 kW müssen Sie beim örtlichen Stromnetzbetreiber anmelden. Das übernimmt in der Regel der Elektriker für Sie.
  • Für eine Wallbox mit bis zu 22 kW ist eine zusätzliche kostenpflichtige Genehmigung des Netzbetreibers nötig. Auch hier hilft Ihnen der Elektriker weiter und nimmt Ihnen die bürokratischen Hürden ab. Die Kosten sind jedoch nicht unerheblich (500-2000€).

3. Welche sonstigen Unterschiede haben Wallboxen?

Hier ist eine ausführlichere Erläuterung der verschiedenen Aspekte und Unterschiede, die Sie bei der Auswahl einer Wallbox berücksichtigen sollten:

  • Leistung 11 oder 22 kW: Wallboxen gibt es wie bereits erwähnt mit unterschiedlichen Leistungskapazitäten, üblicherweise bis zu 11 kW oder 22 kW. Welche Leistung Sie benötigen, hängt von Ihrem Elektroauto ab. Nicht jedes Auto kann die volle Leistung einer 22 kW-Wallbox nutzen. Wichtig ist hier, dass Ihr Fahrzeug die AC-Ladeleistung (mit Wechselstrom) der Wallbox auch verarbeiten kann. Übrigens ist die DC-Ladeleistung (also mit Gleichstrom an Schnellladesäulen) deutlich höher und geht bis in den dreistelligen kW-Bereich. Da Wechselstrom im Fahrzeug aber immer erst in Gleichstrom umgewandelt werden muss, begrenzt diese im Auto integrierte Technik die Ladeleistung am Wechselstrom.
  • Buchse oder Kabel: Bei der Auswahl zwischen einer Wallbox mit Buchse (also ohne fest angeschlossenes Kabel) oder einer Wallbox mit Kabel sollten Sie den Installationsort und Ihre persönlichen Vorlieben berücksichtigen. Eine Wallbox mit Buchse kann optisch attraktiver sein, da das Kabel nicht ständig sichtbar ist. Andererseits ist eine Wallbox mit Kabel in der Regel bequemer zu bedienen, da Sie das Kabel nicht jedes Mal ein- und ausstecken müssen.
  • Die Länge des Kabels kann ebenfalls wichtig sein. Ein kürzeres Kabel (4-5 Meter) ist günstiger und leichter zu handhaben, während ein längeres Kabel (7-8 Meter) eine größere Flexibilität bietet. Ein Spiralkabel hat den Vorteil, dass es den Boden nicht berührt, kann aber durch das ständige Durchziehen etwas umständlicher in der Handhabung sein.
  • Anzeigen: Manche Wallboxen haben ein Display, das Ihnen Informationen über den Ladezustand und andere wichtige Daten anzeigt. Andere Wallboxen verwenden einfachere Leuchtanzeigen, um den Betriebsstatus anzuzeigen. Hier sollten Sie überlegen, welche Art von Information und Bedienung Ihnen am wichtigsten ist.
  • Zugriffsschutz: Die Zugangskontrolle ist ein weiterer wichtiger Aspekt, insbesondere wenn die Wallbox an einem öffentlich zugänglichen Ort installiert ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den Zugriffsschutz, darunter Schlüssel, PIN-Codes, Apps oder Ladekarten (RFID-Karten, die sie einfach an das Gerät halten und damit den Ladevorgang freischalten). Einige Wallboxen bieten auch die Möglichkeit, über einen Dienst wie DKV die Ladevorgänge abzurechnen, was besonders interessant sein kann, wenn Sie Ihr Fahrzeug auch geschäftlich nutzen.

4. Was ist beim Anschluss der Wallbox zu beachten?

Kommen wir nun zu ein paar zusätzlichen Fragen zum Anschluss der Wallbox.

4.1. Benötige ich einen eigenen Stromzähler für die Wallbox?

Nein, Sie benötigen für den Betrieb einer Wallbox grundsätzlich keinen eigenen Stromzähler. Die Wallbox kann in der Regel problemlos an Ihr vorhandenes häusliches Stromnetz angeschlossen werden.

4.1.1. Wann ist ein Stromzähler trotzdem sinnvoll?

Ein eigener Stromzähler für die Wallbox kann in bestimmten Situationen trotzdem vorteilhaft sein. Hier sind einige Gründe, warum Sie darüber nachdenken sollten:

  1. Separate Abrechnung: Wenn Sie den Stromverbrauch für Ihr Elektroauto separat erfassen möchten und dies über die Wallbox nicht möglich ist, kann ein eigener Stromzähler hilfreich sein.

  2. Steuerliche Gründe: Ein eigener Stromzähler kann auch für steuerliche Zwecke nützlich sein. So können Sie nachweisen, wie viel Strom tatsächlich für das Laden des Autos und nicht für den Haushaltsgebrauch verwendet wurde.

  3. Spezielle Stromtarife: Einige Energieversorger bieten spezielle Tarife für Elektroauto-Besitzer an. Mit einem eigenen Stromzähler können Sie diese speziellen Tarife nutzen.

4.2. Wie wird die Wallbox angeschlossen?

Eine Wallbox sollte immer nur von einem qualifizierten Elektriker angeschlossen werden. Das Anschließen einer Wallbox kann komplex sein und erfordert Fachwissen über elektrische Systeme. Zudem besteht bei unsachgemäßer Installation das Risiko von Stromschlägen oder Bränden. Daher sollten Sie diese Arbeit niemals selbst durchführen, auch wenn Sie Kenntnisse in der Elektrik haben.

4.2.1. Übersicht der Steckertypen und Anwendungen

Stecker Typ Beschreibung
Typ 1 (SAE-J1772) Der Typ 1 Stecker ist vor allem in Nordamerika und Asien verbreitet und ermöglicht einphasiges Laden mit bis zu 7,4 kW.
Typ 2 (EN 62196 Typ 2) In Europa weit verbreitet. Ermöglicht dreiphasiges Laden und Ladeleistungen bis zu 22 kW (im privaten Bereich) oder sogar bis zu 43 kW (an öffentlichen Ladestationen).
DC Laden (CCS Combined Charging System) Bietet die Möglichkeit, sowohl mit Wechsel- als auch mit Gleichstrom zu laden. Ladeleistungen von bis zu 170 kW sind möglich, wobei in der Praxis häufig 50 kW erreicht werden.
CHAdeMO-Stecker Japanischer Schnelladestandard, der hohe Ladeleistungen ermöglicht. Einige Ladesäulen haben einen CHAdeMO-Stecker neben den europäischen Standards.
Tesla Supercharger Schnellladestationen, die von Tesla selbst entwickelt und betrieben werden. An einem Tesla Supercharger wird mit einer Leistung von bis zu 250 kW geladen.

4.2.2. Übersicht der Ladekabel-Typen und Anwendungen

Ladekabel Typ Beschreibung
Mode 2 Im Allgemeinen wird ein Mode 2-Ladekabel verwendet, um ein Elektroauto an einer Haushaltssteckdose aufzuladen. Es ermöglicht in der Regel Ladeleistungen von 3,7 kW.
Mode 3 Mode 3-Ladekabel erlauben deutlich höhere Ladeleistungen, bis zu 43 kW. Sie sind die übliche Wahl für das Laden an einer Wallbox oder Ladestation.

Das Herz eines jeden Elektroautos ist sein internes Ladegerät (On-Board Charger). Es kommuniziert mit der Wallbox und regelt die Ladespannung nach den Anforderungen des Batteriemanagementsystems während des Ladevorgangs. Sensoren überwachen den Prozess und senden Informationen an die Steuergeräte im Auto, um Fehlfunktionen oder Überhitzung entgegenzuwirken.

Die Wahl des richtigen Steckers und Kabels hängt von Ihrem Fahrzeug und Ihren spezifischen Ladebedürfnissen ab. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass Sie die richtige Ausrüstung haben, um Ihr Auto effizient und sicher zu laden.

5. Häufige Fragen zu Wallboxen

5.1. Sollte ich eine 11kW oder eine 22kW Wallbox kaufen?

Eine 22 kW Wallbox lohnt sich vor allem dann, wenn man regelmäßig eine schnelle Ladezeit benötigst, beispielsweise wenn für ein Elektro-Dienstfahrzeug, für welches oft kurze Pausen zwischen den Fahrten existieren, um das Auto aufzuladen. Außerdem ist es wichtig, dass sowohl das Elektroauto als auch die elektrische Installation in Ihrem Haus eine solche höhere Ladeleistung unterstützen können.

Faktor 11 kW Wallbox 22 kW Wallbox
Ladeleistung Maximal 11 kW Maximal 22 kW
Ladegeschwindigkeit Abhängig von der maximalen Ladeleistung des Fahrzeugs und des Ladekabels Kann theoretisch doppelt so schnell laden wie eine 11 kW Wallbox, aber ebenfalls abhängig von der maximalen Ladeleistung des Fahrzeugs und des Ladekabels
Anschlussleistung Erfordert weniger Anschlussleistung im Haus Erfordert mehr Anschlussleistung im Haus (maximal 32 Ampere)
Flexibilität Begrenzt auf 11 kW Ladeleistung Kann sowohl mit 22 kW als auch mit 11 kW Ladeleistung laden und ist damit "zukunftssicher" falls erst Ihr künftiges Auto 22 kW unterstützt.
Batterieschonung Etwas batterieschonender Schnelleres Laden, aber geringfügig weniger batterieschonend
Melde- und Genehmigungspflicht Muss in Deutschland nur gemeldet werden Muss in Deutschland sowohl gemeldet als auch genehmigt werden
Preis Etwas günstiger Bei sonst gleichen Produktmerkmalen minimal teurer (1-5%);
zusätzlich kostet aber die Genehmigung beim Netzbetreiber zwischen 500 und 2000 €
Geeignet für Die meisten privaten E-Auto-Besitzer, da die Ladezeit in der Regel ausreichend ist (z.B. über Nacht oder während der Arbeit) Unternehmer oder Mitarbeiter mit E-Dienstautos, die eine schnellere Ladezeit benötigen könnten

5.2. Wie lange dauert das Aufladen des Elektrofahrzeugs?

Die Ladezeit eines Elektroautos hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Ladeleistung der Ladestation oder Wallbox, der Kapazität des Autobatterie, der Art des verwendeten Stroms (Wechselstrom oder Gleichstrom) und der Umgebungsbedingungen. Hier ist die angefragte Tabelle, welche die wichtigsten Ladearten und ihre Ladedauer aufzeigt:

Art der Ladesäule Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) Ladeleistung Erklärung Ladedauer
Haushaltssteckdose AC Bis zu 3,6 kW Langsames Laden, Nur im Notfall empfohlen 8 bis 14 Stunden
Wallbox AC 3,6 bis 22 kW Private Ladestation für das Eigenheim mit Steckverbindung für das Ladekabel 2 bis 6 Stunden
Öffentliche Ladesäule AC Bis 43 kW Öffentliche Ladestation mit Wechselstrom 2 bis 4 Stunden
Öffentliche Ladesäule DC Ab 50 kW Schnellladen mit Gleichstrom ist nicht mit jedem Fahrzeug möglich. Häufiges Schnellladen kann Akku schädigen. Meist im Vergleich hoher Preis pro kW. 30 bis 60 Minuten

Weiterführend kann die Ladedauer eines Elektroautos unter Verwendung von Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) auf die folgende Art und Weise berechnet werden:

  1. Laden per AC: Ladedauer = netto kWh (Batteriekapazität des Akkus) / Ladeleistung in kW. Zum Beispiel, für einen 55 kWh Akku an einer Wallbox von 11 kW würde die Ladezeit ungefähr 5 Stunden betragen.

  2. Laden per DC / Schnellladen: Ladedauer = netto kWh (Batteriekapazität des Akkus) / maximale Ladeleistung in DC in kW. Zum Beispiel, für einen 55 kWh Akku an einer Schnellladestation von 100 kW wäre die Ladezeit theoretisch 30 Minuten, jedoch wird die Ladeleistung meist ab einer Batterieladung von 80% gedrosselt, was die Ladezeit erhöht.

Wichtig zu beachten ist, dass die Ladeleistung auch von der Außentemperatur und der Akkutemperatur beeinflusst werden kann. Ist die Temperatur zu hoch oder zu niedrig, kann dies zu einer reduzierten Ladeleistung führen. Außerdem ist es ratsam, den Ladezustand des Akkus idealerweise bei etwa 50% zu halten, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern.

Hier noch als Tipp ein Video zu der Frage, was beim Laden vom E-Auto zu beachten ist:

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5.3. Was haben die 11kW für die Wallbox mit Starkstrom (Drehstrom) zu tun? 

Die 11 kW, die oft als Standardleistung für Wallboxen genannt werden, haben tatsächlich direkt etwas mit Drehstrom zu tun.

In Europa, einschließlich Deutschland, beträgt die übliche Netzspannung 230 Volt, und wir verwenden überwiegend Wechselstrom. In unseren Haushalten haben wir in der Regel einen Drehstromanschluss, auch Kraftstrom genannt. Dieser besteht aus drei einzelnen Phasen, die jeweils 230 Volt haben und um jeweils 120 Grad zueinander versetzt sind.

Wenn Sie alle drei Phasen zusammen nutzen, was man bei der Ladung von Elektroautos in der Regel tut, können Sie die Spannungen addieren. Das führt zu einer Gesamtspannung von 400 Volt (die genaue Rechnung ist etwas komplizierter, da es sich um einen Vektor handelt, aber das ist das Grundprinzip).

Die Formel zur Berechnung der elektrischen Leistung ist P = U * I. Dabei steht P für Leistung, U für Spannung und I für Strom. Bei einer Wallbox mit 11 kW und einer Spannung von 400 Volt ergibt das einen Strom von rund 16 Ampere (P = 400 V * 16 A = 6400 W pro Phase, und da wir drei Phasen haben, haben wir 6400 W * 3 = 19200 W = 19,2 kW, wobei normalerweise die Leistung auf 16A pro Phase begrenzt wird, um eine Sicherheitsmarge zu haben, was uns zu den 11 kW bringt).

In vielen Ländern, darunter Deutschland, ist die maximale Stromstärke, die Sie ohne besondere Genehmigung des Netzbetreibers abnehmen dürfen, auf 16 Ampere pro Phase begrenzt. Deshalb ist eine Wallbox mit 11 kW so verbreitet: Sie nutzt den Drehstrom voll aus, bleibt aber unter dem Limit von 16 Ampere pro Phase.

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